Safari

by Tim on December 10, 2016

Nun sitzen wir an dem klitzekleinen Flughafen in Arusha und warten auf unseren Mini-Flieger nach Sansibar. Wir freuen uns nun wieder auf Sonne und Meer, denn auch wenn die Woche Safari wirklich fantastisch war, brauchen wir nun etwas Erholung und Abwechslung.

Um mal mit den wenigen negativen Dingen anzufangen, die Woche war absolut durchgeplant und hielt wenig Spielraum für eigene Ideen und Wünsche bereit. Dieser straffe Zeitplan ist sicher für viele Teilnehmer ein Segen, da sie immer Bescheid wissen, wo wann was passiert. Für uns allerdings, die es nicht wirklich gewöhnt sind, auf Reisen nach Pfeifen anderer zu tanzen, doch etwas gewöhnungsbedürftig.

Eine zweite Sache, die irgendwann echt anstrengend wird, ist das stundenlange Sitzen im Auto. Obwohl unser Safari-Jeep wirklich groß und geräumig war, waren wir dieses tagelange Sitzen auch nicht gewöhnt.

Das Beste an diesem Reiseabschnitt war sicher unser Fahrer Suri, welcher ein wirklich herzensguter, relaxter und zuverlässiger Typ war. Er war immer pünktlich und akkurat zu uns und kannte sich sehr gut mit den Tieren und der Vegetation in den einzelnen Parks aus, die wir besucht haben. Es ist schon krass, wie man sich aneinander gewöhnt, wenn man man täglich circa 10 Stunden miteinander verbringt. Dementsprechend hatte er auch Tränen in den Augen, als wir ihn verabschiedeten und wir ihm eine gutes Trinkgeld und eine Süßigkeit überreichten (er mochte Süßes sehr gerne).

Wir haben sie gesehen – die Big Five! 🙂 Einfach war es nicht, denn lange fehlte uns – um die großen Fünf voll zu machen – das liebe Rhinozeros. Dies sahen wir – zumindest von Weitem – dann aber doch im Ngorongro Krater. Ansonsten, je nach Park, war alles am Start: Gazellen, sämtliche Hirscharten, Gnus, Zebras, Warzenschweine, Löwen, Elefanten, Giraffen, Wasserbüffel, Hyänen, viele bunte Vögel etc. Es gab natürlich auch Tierarten, die selten vorkommen wie z.B. der Leopard, der Gepard, das Krokodil und natürlich das Rhino, Tims Lieblingstier.

Ich war eigentlich noch extrem scharf darauf, Schlangen zu sehen, was sich leider nicht erfüllt hat. Dafür bewies ich im Laufe der Tage ein gut geschultes Auge und konnte das ein oder andere Tier erspähen, was entweder weit weg oder gut versteckt war.

Generell hat man wirklich keine Angst vor den Tieren, wenn man in einem Safari-Jeep sitzt. Der Puls geht nur mal etwas höher, wenn Elefant oder Löwe direkt auf einen zukommt und direkt am Auto vorbei geht. Es ist auch wirklich erstaunlich, wie sehr sie an die Autos gewöhnt sind. Sie nehmen teilweise nicht mal Notiz von ihnen und bleiben auf dem Weg stehen. Wir haben wirklich eine Tonne schöner Fotos gemacht. Es wird eine Weile dauern, ehe wir alle gesichtet und geordnet haben. Aber wie wir gelernt haben: Hakuna Matata! No hurry in Africa! 🙂

Ebenfalls sehr interessant waren die Zelte und Lodges, in denen wir untergebracht waren. Wir haben ja – je nachdem wo wir waren – den Schlafplatz immer wechseln müssen. Von super toller Tented Lodge mit Blick auf einen See garniert mit Zebras und Gnus vorm Balkon bis hin zu völlig spartanisch und zweckmäßig eingerichteten Zelt, wo ein Angestellter zum Duschen 20 Liter warmes Wasser in einem Eimer bereit hält und fragt: “Are you ready”?!? Aber gut, wir haben diese Grenzerfahrung ja so gewollt! 😉 Essenmäßig war alles gut – immer lecker und völlig ausreichend. Okay, sind da ja auch nicht so wählerisch.

Sehr interessant war auch, dass die jeweiligen Parks einen eigenen Charakter bezüglich der Vegetation hatten. Tim lag mir seit Wochen mit dem Ngorongoro-Krater in den Ohren. Jedoch stellte dieser sich als Highlight der Safari raus. Zunächst ist der Blick in den Krater verblüffend. Unten ist alles grün, es ist angenehmes Klima und Ruhe. Die Tiere sind da sehr entspannt.

Alles in Allem können wir eine Safari jedem empfehlen, der naturverbunden ist und interessiert ist an Flora und Fauna und ihren symbiotischen Beziehungen. Es ist wirklich für Jedermann machbar, der einige Abstriche machen kann. Wichtigste Utensilien für uns waren: Sonnenhut, Taschenlampe und Ohrstöpsel.

Besucht haben wir:

1. Lake Manyara Nationalpark
2. Serengeti Nationalpark
3. Ngorongoro Nationalpark
4. Tarangire Nationalpark

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